Grünes im Leben

Planänderung

Gestern war Tag 3 meiner Detox Woche mit grünen Smoothies. Abends entstand in mir eine Planänderung in meinem Vorhaben. Wie es dazu kam und warum ich keine 7 Tage machen werde, könnt Ihr gleich lesen.

Rückblick

Irgendwas beschäftigte mich seit dem Start: „Warum mache ich diese Detox-Woche?“. Als ich sie das erste Mal in Angriff nahm, war es eine wahrhaftige Reinigungskur. Wie ich vor Kurzem geschrieben habe, war es mir ein tiefes Bedürfnis meinen Körper etwas Gutes zu tun. Ich trank grüne Smoothies sehr regelmäßig, war viel in der Natur, auch wenn es auch dem Urbedürfnis meines Hundes zurückzuführen war, so brachte es mir einen Ausgleich. Ich trank Grünes durch die Poren und aus der To-Go-Flasche mit dem grünen Gebräu. Ich pflückte meine Kräuter und lernte sie meiner Intuition nach zu nutzen. Die Tatsache, dass ich damals dabei 5 Kg in diesen 7 Tagen abgenommen hatte, war ein willkommener Bonus.

Dieses Mal war mehr die „Gelegenheit“ als das „Bedürfnis“ der Träger meiner Entscheidung. Und dieser 5-kg-Bonus erschien mir zusätzlich sehr verlockend. Seitdem ich „Chrorophyl“ aus der Flasche trinke, habe ich durch mehrere Impulse und Einflüsse meiner Ernährung gebessert. Attila Hiltmann und seine vegane Challenge 2013 waren ernährungstechnisch der Start meine Re-Orientierung, dann kam Andrea Nossem mit den grünen Smoothies und die Möglichkeit, Gesundheit in einem sozial verträglicheren Kontext zu pflegen, so meine damalige Sicht. Inzwischen sind viele meiner Gerichte vegan, und hey, sie schmecken auch den Kindern! Tatsächlich bin ich seitdem weg von meinen Autoimmunerkrankung, der Psoriasis, ich war vor allem nicht mehr so umzuschmeißen wie früher mit Schnupfen, Husten und am liebsten waren mir die Streptokokken 🙁 Aber…

Kurzum

Ja ja, ich weiß, ich habe selbst den Eindruck lange zu brauchen, um zum Punkt zu kommen. Es ist nämlich so, es ist manchmal nicht so einfach sein Inneres nach Außen zu bringen. Also der Punkt ist, dass im Laufe der letzten 5 Jahren, ich zwar gesünder wurde, ABER… nicht weniger wog oder schlanker wurde. So! Das Leben, die Jahre und wie Indiana Jones (Ich = Fan!) sagen würde, „the mileage“. Um den Faden nicht zu verlieren, egal, wie viel gesünder ich aß, das half mir nicht, einige dieser Kilometer, die sich in Kilos umgewandelt hatten, zurückzusetzen… zu eliminieren. Ich bin wohl ein Spezialfall, denn alle, die ich in die Kunst der Green Smoothies eingeführt habe, nahmen ab – ob gewollt oder nicht! Ausnahmslos!

Der wahre Grund meiner Motivation bei dieser Detoxwoche war also eben an dem Kilo-Tacho fachmännisch zu „dingsen“. Meine Ernährung ist inzwischen soweit umgestellt, dass es nicht mehr nötig sein sollte. Aber auch da, trotz Darmsanierung, Hormonausgleich und professionell überprüfte Ernährung, ergibt sich kein Purzeln! Es steckt fest und bewegt sich, wie die Reifen eines Auto, was im Sand fest steckt, es rutscht auf der Stelle quasi, seit Monaten. So als würde meine Körper und seine inneren Begleiter noch in der Trauer stecken, die mich dieses Jahr erfüllt hat. Vielleicht…

Die Falle

Nun habe ich festgestellt, dass ich mich mit meinem „Warum mache ich diese Green Smoothie Detox Woche?“ selbst angelogen habe. So richtig Lust, grüne Smoothies zu trinken, habe ich gerade nicht, ich habe zwar kein Hunger und, was ich berichtete stimmt auch. Aber irgendwas in mir blockt und bockt. Ich habe gerade die verkehrte Haltung, um diese Woche zum Erfolg zu führen. Jetzt hat meine Befürchtung die Überhand genommen, dass ganze 7 Tage meinen mühselig aufgebauten -von jahrelang geführte Diäten ruinierten- Stoffwechsel mehr einen Tritt als einen Kick geben würden. Also ich habe 4 Tage lang flüssig Nahrung zu mir genommen, habe „gedetoxt“, war in der Sauna, habe lästige Einläufe gemacht. Das passt für mich. Jetzt ist Planänderung angesagt.

Diese Tage sind mir eine wahre Hilfe, indem sie mich darauf hingewiesen haben, woran ich mich festgebissen hatte… ein Glaubenssatz, wenn ich nichts esse, werde ich abnehmen. Das tut mir jetzt in der Seele weh, weil dieser Satz ist nicht meine Wahrheit. Ich bin in eine Falle getappt, die ich mir selbst unbewusst gestellt habe. Manchmal bin ich mein schlimmster Feind und sabotiere meine Arbeit, ohne Rücksicht auf Kollateralschaden. Diese 4 Tage passen perfekt, um meine laufende Darmsanierung zu unterstützen, keine Zuckerarten, kein Gluten, viiiiiel Gemüse und Grünes. Ich hätte von Anfang an mit mir ehrlich sein dürfen und klipp und klar in Worte fassen, dass es mir rein ums Abnehmen geht, weil das Abnehmen eben NICHT GEHT!

Lieber Körper, liebe Seele, liebe Psyche, danke für das Zwiegespräch in dieser herrlichen Meditation. Allein für einen solchen Kontakt mit Euch war es die Reise wert und die Detoxwoche auch! Auch wenn es eine Planänderung jetzt gibt, so geschieht sie aus einem ganz stimmigen Gefühl. Und dann kann es erneut losgehen, auf zu neuen Ufern! Ich habe neue Koordinate zu mir…

Vielen Dank für Eure Geduld mit mir. Dieser Beitrag war ein diffiziler Schritt!

Herzlichst 

Isabelle

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