Grünes im Leben

Detox im Herbst 2.0

Viele wissen es schon, ich trinke seit 5 Jahren grüne Smoothies und vor 3 Jahren habe ich nach einer USA Reise das Bedürfnis gehabt, eine Grüne Smoothie Detox Woche zu machen. Es war auch im Herbst. Der Unterschied zu der jetzigen Detox ist der Impuls, der dazu führte. Ich werde Euch in dieser Woche an meinen Erfahrungen und Erlebnissen durch diesen Blog teilhaben lassen.

Holpriger Start

Genau genommen ist diese Detox Woche in verschiedenen Punkten anders. Zum ersten Mal habe ich nicht aus dem körperlichen Gefühl heraus, wie nach der USA-Reise, entschieden, unausgewogene Nahrung und vielleicht auch Eindrücke auszuleiten. Nein, dieses Mal kam es aus einer Gelegenheit heraus. Ferienzeit + keine Kurse + keine Klienten und auch noch keine Termine kamen zu der Möglichkeit hin, (der entscheidende +) eine hübsche Wohnung im Badewürttemberg zu nutzen, 6 Tage lang! Daraus lässt sich doch wunderbar eine Green-Smoothie-Woche machen. Für ein Essen mit lieben Freunden bei uns verschob ich meinen Start auf Samstag. Und bis zum Start war ich mir ehrlich gesagt nicht hundertprozentig sicher, ob ich wirklich aus diesen Tagen eine Detox Woche machen würde.

Zum ersten Mal wollte ich eine Detox Woche mit grünen Smoothies ausserhalb der Geborgenheit und Sicherheit meines Heimes erleben. Zum ersten Mal auch könnte ich mich in dieser lediglich auf mich konzentrieren. Denn Detox und Green Smoothies bringen einen zu einem Selbst, zu seinem Kern und zu seinem Herzen. Es wird im Körper durch das Fasten ein echtes Rebooten gestartet. Das kann auch echte „Arbeit“ sein…

Jetzt kommt der holprige Start. Ich war ganz wackelig auf den Beinen durch die kurze Nacht und sicherlich auch durch den erhööööhten Wein-Anteil des Abends. Das könnte ich ja gleich mit weg-entgiften! Zu so einer Woche woanders gehört einiges zusätzlich zu der geistigen Einstellung und Stärke: der Hochleistungsmixer, Grundzutaten vom Markt, Begleite-Mittelchen zum Entgiften wie Zeolith, Algenpulver, Flaschen (Smoothie-Behälter), Thermosflasche, Spültee und Hexenkessel Tee (sehr wärmend, für mich wichtig, weil ich laaaange frierrrre beim Detoxen), basische Brühe für zwischendurch, und auch der Darm-Irrigator für die notwendigen und täglichen Einläufe darf nicht fehlen 😉

Komfortzone verlassen

Jetzt sitze ich da am wunderbaren Schreibtisch, schaue in die grüne Parkanlage an der Mündung des Igelbachtals. Allein der Name ist märchenhaft. Ja, es ist kälter geworden und die Wohnung musste erstmal auf passender Temperatur beheizt werden und es regnet. Das gibt es auch. Ich wusste, wie es aussieht, was Vorort zu finden ist, grob zumindest und hatte alles Notwendige dabei, um in Ruhe meinen holprigen Start so angenehm wie möglich zu gestalten.

Die Fahrt war … halt eine träge Autobahnfahrt. Links liegen lassen! Denn das hält mich sicherlich nicht auf! Hey, Moment, heute zum ersten Mal, stelle ich fest. Es hat mich schon aufgehalten. Also schon mal schluckweise den ersten Smoothie trinken. Zum ersten mal komme ich hierher allein. Zum ersten Mal durchbreche ich meine Komfortzone auch noch in dem Punkt, dass ich nicht nur eine grüne Smoothie Woche für mich organisiere, sondern sie obendrauf nicht zuhause mache. Ich war also vor und bei dem Start verunsichert und traute ich es mir nicht ganz zu, ob es die besten Bedingungen sind. 

Dieses Jahr habe ich sowohl meinen Vater wie auch meinen langjährigen Vierbeiner-Begleiter Lucky verloren. Seelisch habe ich diesen Verlust verarbeitet. Und dennoch spüre ich immer wieder dessen Nachwehen und es überkommt mir dann erneut Trauer aus den Tiefsten Zotten meiner Seele. Seit Lucky’s Tod sind auch meine Kräuter-Pflück-Spaziergänge weggefallen und damit auch lange grüne Smoothies. Das alles verbindet mit eng mit meinem Hund und unseren Spaziergängen. Erst im Spätseptember trank ich wieder einen, 3 volle Monate danach… ich bin noch nicht wieder in meinen Rhythmus gekommen, 3 bis 5 Smoothies zu trinken in der Woche. Werde ich es vertragen, auf einmal mich lediglich von grünen Smoothies zu ernähren?

Ena Ena

Der beste Weg ist achtsam zu sein und einen Tag nach dem anderem zu leben. Im Griechischen Ena Ena: eins nach dem anderen. Der Gedanke erleichtert mich, danke Heidi! Und der erste Tag ist nicht nur gut gegangen, ich habe auch noch super geschlafen. Ein Vorteil des „Allein-sein“ bei der Kur, dazu erlebe ich mich deutlich mehr auf mich fokussiert. Trotz des leeren Bauch muss ich nicht an Kochen, Aufräumen, Einkaufen… alles läuft in reduzierter Form (ich räume eben nur mein Zeug weg… und… ja das ist es) und es ist prima. 

Mir waren gleich ein paar innere Themen eingefallen, die ich zu klären, zu detoxen bedachte. Diese Themen habe ich im Laufe des ersten Tages für mich schon sortiert, auch während der Fahrt konnte ich gut denken und mich darauf einstellen. Erstens mache ich eine Woche allein, dann mit Detox und grünen Smoothies und letztens muss ich nichts. NICHTS. Wirklich? Das heisst, ich lebe für diese 6 Tagen nach meinen Kräften, nach meinen inneren Impulsen und gehe dem Pfad nach, auch was diesen Themen angeht. Eins davon ist: warum mache ich so eine Woche?

Müssen und wollen ist ein Teil-Thema für mich, was mehr oder weniger aktiv angegangen wird. Manchmal reicht es, sich seinen Themen bewusst zu werden, um schon „etwas“ zu bewegen und zu lösen. Wie gehst Du Deinen Themen an? Und was für Themen sind es, die Dich ganz im Inneren nicht loslassen?

Danke dafür, dass Ihr mich liest und bis Morgen mit den Erfahrungen und, soviel kann ich jetzt schon sagen, der Leichtigkeit des zweiten Tages.

Herzlichst

Isabelle

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