Coaching

Corona-Lockdown

In vielen Ländern des Globus herrscht inzwischen der sogenannte Corona-Lockdown. Die aktuelle Situation auf der ganzen Welt erleben wir vermutlich zum ersten Mal in der menschlichen Geschichte alle gleichzeitig, alle gleich stark, egal aus welcher sozialen Schicht wir kommen, egal wie eingebunden, es trifft uns alle. Und vor allem be-trifft es uns alle!

Zusammen im gleichen Boot

Genau so ist das, alle sitzen im gleichen Boot und erleben, wie die Läden, Restaurants, Firmen ihre Türen schliessen. Manche machen weiterhin Witze über Hamstern, Klopapiervorräte fürs nächste Jahrzehnt. Manche jammern, weil es sie wirtschaftlich trifft… sorry aber nochmal: wir sitzen alle im gleichen Boot, falls es noch nicht aufgefallen ist. Solange es etwas zu jammern gibt, ist es wohl noch nicht so schlimm, wie für diejenige, die ohne die Nähe ihre Verwandten und Lieben, ohne Luft zu bekommen… von uns gegangen sind… gerade zu tausenden von uns gerade gehen. Solange es gejammert wird, wird noch geatmet. Noch also seid Ihr auf dem Boot… für manche wäre das gleich ein Segen… Für viele ist es leider zu spät. Auch kann es nicht so schlimm sein wie für Opfer von häuslicher Gewalt oder für Missbrauchsopfer, für die die Schule ein sicherer Ort ist. Ich will nicht auf Drama machen. Ich lache auch und bin sogar dankbar für viele Witze und alberne Videos. UND gleichzeitig sehe ich auch diese andere Seite der Situation. Manche sterben, zu Hunderten und Tausenden und es werden vielmehr werden, bevor die Welt aufatmen kann.

Ich hoffe inständig, dass an dem Spruch „Not macht erfinderisch“ etwas dran ist. Ja, meine Lieben, ich hoffe und wünsche mir von Herzen, dass jetzt die Kreativität auf Hochtouren läuft, um ein Mittel zu finden, dass unsere Mitmenschen, die nicht das Glück haben, wie wir ein gesundes Immunsystem haben, helfen kann. Ich spüre schon, ich spüre schon das Drama, obwohl ich zu den Gesegneten zähle… mit Drama meine ich, dass mich das Thema innerlich aufwühlt. Nicht die Sorge, ob meine 2 Jahre alte Coaching-Praxis, diese Krise überleben wird, ich versuche Wege zu finden. Ich versuche mir selbst zu helfen und das beste draus zu machen…

Gibt Dir das Leben Zitrone…

hol Dir Salz und Tequila spricht es aus meiner jugendlichen Seele… naja Du kannst auch Limonade machen. Mir geht es dabei nicht um eine Verharmlosung der Lage, da geht kein Weg an Ernsthaftigkeit vorbei. Die ist nun leider ein zweischneidiges Schwert. Zuviel dieser Ernsthaftigkeit kann einem in diesen Zeiten echt die Stimmung kosten und in die Depression abrutschen lassen. Ich finde es hilfreich, etwas Humor hier und etwas Tequila da in die Zeit der Isolation zu bringen 😉. Ja, ich finde es sogar wertvoll, ach was sage ich? NOTWENDIG! Ja, beide Seiten der Medaille sind zu betrachten. Es gilt jetzt einzuschätzen, was da ist, ALLES! Und ja, es herrschen in Italien, Spanien, Deutschland beunruhigende Umstände … und kriecht weiter in den Zeiten der Globalisierung: The virus is spreading ! Nichtsdestotrotz mobilisieren sich tausende von Menschen, um mit Kreativität und Witz diese Situation erträglich zu machen. Manche gehen für ältere einkaufen, manche tun ganz einfach ihren Job weiter, an der Kasse der Supermärkte, die uns tagtäglich weiterhin mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln versorgen. Manche ziehen den weißen Kittel an und trotzen Viren, Bakterien und Dummheit leider auch, die Gott weiß auch sehr ansteckend ist – der musste einfach sein!

Also ja, ich stehe dazu. Es gibt auch eine gute Seite an der Corona-Medaille. Der Planet wird gerade sauberer. Wie durch Zauberhand ist die Natur in Super-Detox gegangen und zeigt überall auf der Welt, wie schnell sie sich regeneriert. Menschen helfen sich auch trotz Lockdown (oder gerade deswegen) gegenseitig. Viele nutzen ihr Gehirn, um Übergangslösungen in Zeiten vom Corona-Lockdown zu finden, Kurse gehen online, auch Klienten werden per FaceTime geholfen. Auch ich biete meine Yogakurse vorerst virtuell an. Die Erde dreht sich weiter, welch ein Glück, nachdem was die Menschheit ihr angetan hat! Also ist es eine Pflicht auch weiterzumachen, weiter nach Lösung zu suchen, weiter die Hand zu reichen… naja im übertragenen Sinne momentan!

Wie gelähmt

Vor Kurzem sagte mir eine Freundin, sie fühle sich wie gelähmt und fragte mich, was es denn für eine Fähigkeit sei. Wie Ihr vielleicht wisst, beruht meine Arbeit darauf, herauszufinden, was für eine Fähigkeit hinter Problem X und Symptom Y steckt. Das ist die Grundlage der Systemenergetik. Es geht also nicht darum, herauszufinden, welche Krankheit hinter einer Verhaltensweise steckt. Nein, es geht darum zu entschlüsseln, welche „Fähigkeit“ man dadurch verzweifelt versucht zu leben. Ich finde diesen Gedanke sehr aufbauend! Denn, es bedeutet, dass der/diejenige, die Probleme haben, nicht falsch sind. Keiner ist jemals falsch. Sondern es ist etwas ver-rückt und nicht jemand verrückt, eine Fähigkeit ist in einen anderen Zustand gerrückt, oft aus gutem Grund, um sich vielleicht zu schützen, nur dass die Verhaltensweise dadurch etwas unzufriedenstellend ist. Da gilt es herauszufinden, was man gerade versucht zu leben, als Fähigkeit.

Nun ja, jedenfalls, fühlte sich meine Freundin durch den Lockdown und der Gesamtlage wie gelähmt. Wer gelähmt ist, ist in seiner Bewegung eingeschränkt, kommt nicht von der Stelle. Jeder muss natürlich für sich prüfen, wie es sich anfühlt, aber im Grunde ist das die Fähigkeit sein, zum Stillstand zu kommen… stehen zu bleiben. Und das ist eine wahre Fähigkeit, denn, wer nicht stehen kann, kann auch nicht gehen, geschweige denn laufen… Zu merken und SPÜREN, dass es etwas sehr positives in seinem Verhalten gibt, reicht sehr oft, um ein Klick auszulösen. Verständnis für sich als Anfang für eine Veränderung in der Haltung… Wir sind gerade alle stehen geblieben und halten inne.

Inne Halten

Nach innen zurückgekehrt in ausserordentlichen Zeiten von einem landesweiten Lockdown in mehreren hoch industrialisierten Ländern, halten wir alle inne. Sind mit kleinen oder erwachsenen Kindern zuhause. Wir holen Puzzles wieder raus. Leben Promiskuität auf einem neuen Niveau. Und trotzdem sind wir nicht im Krieg. Ganz im Gegenteil sind sogar Kriegsgebiete wie Syrien zum ersten Mal auch zum Waffen-Stillstand gekommen… denn der Virus hält vor nichts zurück, Terroristen, Pfarrer, Opfer, Täter, demente Omas, Kranke Jugendlichen mit Immunsuppressiva… Auch leben wir nicht wie Anne Frank in einem schrankähnlichen Kämmerchen für 2 Jahre. Gerade lacht meine Tochter eine Etage tiefer, sie hat eine virtuelle Hausparty, also ein Videocall mit 6 Freunden… Wie schön denke ich mir, sie haben innerhalb kürzester Zeit reagiert und bleiben stark sozialisiert. Auch ich telefoniere wieder mehr anstatt zu texten und whatsappen. Wer weiß, was die Zeit mit uns allen verändern wird. Ich freue mich schon auf die erste Party mit Freunden, draussen im Garten, unbeschwert im kontakt sein… Bald, auch das wird kommen. Und trotzdem werden wir alle anders sein. Die Welt wird nie wieder die Selbe sein…

An Euch allen möchte ich danke sagen. Danke, dass Ihr mich liest, mir schreibt und Rückmeldungen gibt, danke für das Vertrauen. Danke an meine Klienten und Yogakursteilnehmer für Eure Flexibilität und Freundlichkeit.

Bleibt gesund und bleibt in Kontakt, schreibt mir, kommentiert, sagt mir, was Euch gerade bewegt oder lähmt. Ich freue mich auf Euch, auf die virtuelle Zeit mit Euch…

Herzlichst

Eure Isabelle Tschernig-Lorenzi

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