Tag 5 meiner Green Smoothie Detox-Woche und ich sage es Euch, das ist definitiv bei mir mehr ein Pilgerweg als ein Spaziergang. Und ich vermute, es ist für niemanden ein Spaziergang. Es geht nicht darum, ob ich vor Hunger leide, das tue ich nicht. Aber ich vermisse das Essen, es kommen Themen hoch, die gelöst werden wollen, es verlangt von einem selbst, dass man an irgendeiner Grenze stösst und diese verschiebt, um zu einem neuen Zustand zu kommen: FRIEDEN.

Schwere Leichtigkeit

Ich tue mir etwas schwer… vielleicht ist Schwere der richtige Begriff und der Artikel wäre hiermit zu Ende, dann könnte ich mich etwas hinlegen und atmen, einfach nur atmen und vor mich gucken. Schwere. Ich verspüre eine Schwere und gleichzeitig entsteht Leichtigkeit. Körperlich ist die Schwere so zu erklären, dass ich einen mangelnden Muskeltonus erlebe, meine Glieder fühlen sich schwer, mein Kopf sucht sich gerne eine Lehne, mein Herz sucht auch eine Lehne. Und innen drinnen fühle ich mich leicht. Da mein Magen-Darm-Trakt so leer ist wie eine einsame Landstraße in Sibirien um 4 Uhr Morgens im winterlichen Februar, ist in mir eine angenehme Leichtigkeit.

Ich spüre zum Beispiel ganz genau, dass mein Magen schrumpft und sich zurückzieht, ich atme leichter. Und ich kann deutlich seine Grenzen spüren. Da entsteht plötzlich eine Überraschung… Grenzen lassen sich in verschiedenen Richtungen verschieben, das ist irgendwie beruhigend. Überhaupt nehme ich meinen Körper deutlicher wahr. Meine Leber habe ich massiert und gewärmt. Meine Nieren bekommt heute einen Wellnesstag. Mein Körper ist wie gestrafft, und dennoch so, als hätte ich Luft rausgelassen. Da ich viel trinke, und heute auch noch Nierentag ist, mit entwässerndem Brennnesseln, Ananas und Himbeerblättertee, wird das eingelagerte Wasser auch aus dem zähen Fettgewebe herausgefiltert. Und vielleicht auch aus meinem Hirn, das sich heute mühsam betätigt. Er ist wahrscheinlich, wie so viel in meinem Organismus, mit ganz anderen Vorgängen beschäftigt. Also zusammengefasst heißt es, dass ich eine schwere Leichtigkeit spüre, erlebe. Es sind Tage der Paradoxen und Ambivalenzen. Die lasse ich zu. Deshalb mache ich die Green Smoothie Detox-Woche auch, um mehr über mich zu erfahren. Und ich lasse zu und nehme an, was hochkommt.

Fehler

Natürlich habe ich ein paar Sachen getan, die im Nachhinein nicht so im Programm heute passten. Ich war ein Paar Stunden bei einer Freundin und mein Mann hat Lampen aufgehängt, Löcher gebohrt – ich NICHTS. Und trotzdem war es anstrengend. Leider hat es sich verschoben, auch da ist Grenzenverschiebung möglich, in der Zeit und aus einer Stunde wurden 4. Danach kurz Grünes holen für die Smoothies und ich hänge da wie ein Zombie, gesund aber gefühlt tot. Das ermutigt Sie wahrscheinlich nicht gerade, so eine Woche zu machen. Ich bin allerdings sicher, dass Sie es schaffen und daraus durchaus etwas Positives holt. Vielleicht, weil ich der felsenfesten Überzeugung bin, dass es nur etwas Positives aus der Woche zu holen ist. Jaaaaa, auch wenn ich mich zwischendurch wie ein Zombie fühle. Die Nacht war gut und sehr erholsam. Der Puls hat sich beruhigt, der Blutdruck auch. Ich sehe klarer, welche Themen für mich absolute Priorität haben, weil sie Schlüssel-Themen sind. Themen, die die Schlüssel zu vielen Fähigkeiten eröffnen. Und manchmal ist Arbeit eben anstrengen, was nicht heißt, dass sie kein Spaß macht. Also Fehler machen und sie helfen einem weiter. Mein Ausbilder am Lehr und Forschungsinstitut, Herr Dr. Strauss, sagt öfter: „Ein Fehler macht so frei, da mache ich gleich noch zwei“. Also ich habe, wie es sich jetzt herausstellt, nicht so schlau gehandelt. So what? Fehler sind unsere besten Freunde, sie zeigen uns den Weg, der nicht geht. Wir können auf diesem Weg so viel mitnehmen! Jetzt nehme ich zum Beispiel die schöne Zeit mit meiner Freundin und jetzt ist halt Ruhe und Schonen wieder angesagt, hoch 3 nur…

Friedensverhandlungen

Ich bin gut in Kontakt mit mir und das bedeutet auch das da lassen und akzeptieren, was ich an sich nicht unbedingt schätzt und mag. Es ist eine Friedensverhandlung: leicht, wenn alles unterschrieben ist, aber schwer ist der Weg bis dahin. Das passt gut zu meinem Tag!

Ich wünsche Ihnen gute Friedensverhandlungen mit allen weniger beliebte, gar gehassten (gerade mit denen ist es höchste Zeit!) Teilen und Anteilen von sich. Genießen Sie den Prozeß, denn das Ergebnis ist …. FRIEDEN.

Herzlichst,

Isabelle Tschernig-Lorenzi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.