Wis­sen Sie, was Sie antreibt und Ihnen dabei ver­hilft, nach Vor­ne zu gehen, einen Schritt nach dem ande­ren? Denn manch­mal steckt man fest, mit­ten in der Antriebs­lo­sig­keit!

Es gibt Tage, wo ich ger­ne die Decke über den Kopf zie­hen wür­de und erst zum Früh­ling -ähn­lich dem Bär nach dem Win­ter­schlaf- wie­der »auf­tau­chen« wür­de, Haupt­sa­che spä­ter. Wenn ich mit Kli­en­ten, Freun­den, Kin­dern und auch Jugend­li­chen dar­über rede, ist es wohl ein wohl ver­brei­te­ter Virus. Die­se Tage machen mir klar, dass mein Antrieb eine Erneue­rungs­kur braucht, manch­mal ist es sogar erns­ter und es braucht gar eine Gene­ral­über­ho­lung.

Die­se Pha­sen kom­men in regel­mä­ßi­gen Abstän­den und so unan­ge­nehm sie auch in dem Moment sich anfüh­len, umso wich­ti­ger sind sie, um erst­mal sich ernst zu neh­men. An der Stel­le fin­de ich es ganz heil­sam, etwas Gna­de mit sich wal­zen zu las­sen und sich gar ein biss­chen Selbst­mit­leid zu gön­nen. War­um auch nicht? In dem Moment sind Sie wahr­schein­lich eh für nicht viel Ande­res gut. Die Erde hört nicht auf, sich um die eige­ne Ach­se zu dre­hen, die Son­ne geht wei­ter­hin auf und das Leben geht sei­nen Lauf, die Arbeit meis­tens auch, auch in dem Zustand.

Las­sen Sie sich erst­mal etwas Zeit in Ihrem Zustand. Haben Sie Ver­ständ­nis für SICH … Ja, Sie haben mich rich­tig gele­sen: VERSTÄNDNIS FÜR SICH! Oft ist Antriebs­lo­sig­keit ein guter Grund, erst­mal so rich­tig… antriebs­los zu sein, auf der Stel­le zu tre­ten, im Hier und Jetzt zu sein.

Jetzt eine Frage: Ist Antriebslosigkeit ein Problem oder gar eine Fähigkeit?

Ist Ihre Antriebs­lo­sig­keit ein Pro­blem oder ist es viel­leicht sogar eine Fähig­keit? Wahr­schein­lich fra­gen Sie sich, wie um Him­mels­wil­len kann Antriebs­lo­sig­keit eine Fähig­keit sein? Sind Sie wirk­lich sicher, dass es ein Pro­blem ist, da wo Sie gera­de sind, erst­mal anzu­kom­men? Wie wäre es, wenn die­ses Ankom­men, Ihnen die Mög­lich­keit erst über­haupt bie­ten wür­de, los­zu­ge­hen? Das ist mei­ne sys­te­mener­ge­ti­sche Annä­he­rungs­wei­se. Las­sen Sie sich an der Stel­le ruhig Zeit mit der Fra­ge bzw. mit der Ant­wort. Über­prü­fen Sie, was es mit Ihnen macht, bevor sie vor­schnell die­se Etap­pe hin­ter sich las­sen.

Und dann nut­zen Sie die­sen »100-Stun­den-Tag« der Antriebs­lo­sig­keit, um … antriebs­los zu sein. Erst, wenn Sie sich da las­sen mit Ihrem Zustand. Und erst, wenn Sie Ver­ständ­nis für die­se Über­gangs­pha­se haben, für sich, kann neue Kraft geschöpft wer­den und dar­aus neu­en Antrieb ent­ste­hen.

Lau­fen kann nur, wer zu ste­hen gelernt hat.

Ich wün­sche Ihnen eine kon­struk­ti­ve Antriebs­lo­sig­keit und gute Stun­den mit sich selbst.

Herz­lichst,

Ihre Isa­bel­le Tscher­nig-Loren­zi